EBIDA-Geschichte

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Der elektronische Datenaustausch wird im schweizerischen Gesundheitswesen immer wichtiger. Laborbefunde, Arztbriefe und andere medizinische Dokumente werden zunehmend elektronisch ausgetauscht; Rechnungen werden fast ausschliesslich elektronisch erfasst und an die Kostenträger weitergeleitet. 

2005 hat die Suva ein PACS (Picture Archiving and Communication System) eingeführt; daraus entstand das Bedürfnis, Röntgenbilder elektronisch und damit ohne Medienbruch von den Leistungserbringern zu beziehen. 

Zusammen mit externen Partnern hat die Suva im Rahmen des Projektes EBIDA – elektronischer Bilddatenaustausch – einen Prototypen für den sicheren elektronischen Datenaustausch entwickelt. Bereits im Sommer 2006 startete der Pilotbetrieb mit dem Anschluss der Uniklinik Balgrist und dem Schweizer Paraplegikerzentrum Nottwil als erste Piloten. Anschliessend wurde der Pilotbetrieb schrittweise erweitert und 2009 in den regulären operativen Betrieb überführt.

Bislang fehlte ein etablierter technischer Standard für die Übermittlung von Ergebnissen der bildgebenden Diagnostik zwischen Institutionen. Ebenfalls fehlte ein Konzept, welches alle Partner im schweizerischen Gesundheitswesen einbezieht und die Prozess-Interoperabilität sicherstellt. Die Suva setzte sich deshalb zum Ziel, allen Partnern im Gesundheitswesen zu ermöglichen, Röntgenbilder und Befundberichte auf elektronischem Weg rasch und sicher auszutauschen. Sie finanzierte damit eine Lösung, welche offen ist und auch von anderen Teilnehmern für ihre Bedürfnisse genutzt werden kann.  Das Resultat war der EBIDA-Standard Version 1, eine gemeinsame Entwicklung der Suva, der Healthevidence GmbH, der MediData AG, der Medshare GmbH und der WDS Technologies SA.

2010 wurde die Version 2 des EBIDA Standards publiziert: Zusätzlich zu DICOM-Bildern können auch andere Dateiformate übertragen werden, z. B. Befundberichte im PDF-Format. Im Sinne der Prozess-Interoperabilität können die Befundberichte und zugehörige Untersuchung miteinander verlinkt verschickt werden; damit entfällt beim Empfänger die Notwendigkeit der manuellen Zuordnung.